Traumasensibles Tapping
Wenn Worte allein nicht reichen,
darf auch dein Körper mitreden.

Denn verstehen und fühlen
sind nicht immer dasselbe.
Manchmal haben wir längst verstanden – und trotzdem reagiert etwas in uns.

Du weißt vielleicht, warum dich eine bestimmte Situation triggert. Du hast darüber gesprochen, nachgedacht und Zusammenhänge erkannt.
Und trotzdem ist da diese Anspannung. Dieses Gefühl im Körper. Eine Reaktion, die schneller da ist als jeder bewusste Gedanke.
Genau hier kann Tapping einen anderen Zugang eröffnen: Wir bleiben nicht nur bei dem, was du über dich weißt, sondern beziehen auch mit ein, was du im Moment wahrnimmst und erlebst.
Was ist traumasensibles Tapping?
Tapping ist eine körperorientierte Methode, bei der bestimmte Punkte im Gesicht und am Oberkörper sanft mit den Fingerspitzen beklopft werden, während wir gleichzeitig wahrnehmen, was sich gerade zeigt – zum Beispiel Gedanken, Gefühle oder Körperempfindungen.
Die Verbindung aus sanfter Berührung und bewusster Wahrnehmung kann dabei unterstützen, belastenden Gefühlen und Stressreaktionen anders zu begegnen.
Traumasensibel wird Tapping für mich vor allem durch die Art, wie wir damit arbeiten.
Es geht nicht darum, möglichst schnell „an den Kern“ zu kommen. Wir orientieren uns an deinem Tempo, achten auf deine Grenzen und darauf, was sich in diesem Moment sicher und stimmig anfühlt.

Was beim Tapping Raum bekommen darf
Manchmal ist es ein ganz konkreter Moment, der dich aus dem Gleichgewicht bringt. Vielleicht ein Gefühl, das immer wieder auftaucht. Oder du kannst gar nicht genau benennen, was eigentlich los ist – du merkst nur, dass etwas in dir reagiert.
Beim Tapping können wir mit genau dem beginnen, was gerade da ist.
Wenn dich etwas immer wieder triggert
Eine Situation, ein Satz oder eine Begegnung löst eine stärkere Reaktion aus, als du eigentlich möchtest.
Wenn Gefühle sehr viel Raum einnehmen
Zum Beispiel Angst, Wut, Traurigkeit, Scham oder das Gefühl, innerlich nicht zur Ruhe zu kommen.
Wenn dein Körper längst reagiert
Du bemerkst Anspannung, Enge, Unruhe oder andere Körperempfindungen, obwohl dein Kopf vielleicht längst sagt: „Eigentlich ist doch alles okay.“
Wenn du es verstanden hast – aber es sich noch nicht anders anfühlt
Du kennst die Zusammenhänge und weißt vielleicht sogar, woher eine Reaktion kommt. Und trotzdem ist sie noch da.
Du musst nicht wissen, woher eine Reaktion kommt.
Das, was du im Moment wahrnimmst, kann als Ausgangspunkt genügen.
Und was bedeutet eigentlich traumasensibel?
Traumasensibel zu arbeiten bedeutet für mich nicht, gezielt nach belastenden Erinnerungen zu suchen oder möglichst schnell an einen vermeintlichen Ursprung zu gelangen.
Wir orientieren uns vielmehr an dem, was für dich im Hier und Jetzt wahrnehmbar und gleichzeitig gut tragbar ist. Du bestimmst jederzeit, worüber du sprechen möchtest, was wir beklopfen und wann wir innehalten.
Dabei richten wir den Blick nicht nur auf das, was belastet. Auch das, was dir Orientierung, Sicherheit und Stabilität gibt, bekommt Raum.
Es geht nicht darum, etwas möglichst schnell „wegzuklopfen“. Es geht darum, dem, was da ist, behutsam zu begegnen.
Ein Werkzeug, das du mitnehmen kannst
Tapping ist nicht nur etwas, das während unserer gemeinsamen Session stattfinden kann. Die Klopfpunkte und den grundlegenden Ablauf kannst du relativ leicht kennenlernen und – wenn es für dich stimmig ist – auch selbst im Alltag nutzen.
Mit der Zeit kann es vertrauter werden, innezuhalten, wahrzunehmen, was gerade in dir geschieht, und dich dabei selbst zu begleiten.
Tapping muss dabei nicht dazu dienen, ein unangenehmes Gefühl möglichst schnell verschwinden zu lassen. Es kann vielmehr eine Möglichkeit sein, dir selbst auch in herausfordernden Momenten zugewandt zu begegnen.
Du entscheidest selbst, ob und wann du Tapping auch außerhalb unserer Sessions für dich nutzen möchtest.
Wie kann Tapping in einer Session aussehen?
Wir starten mit dem, was dich gerade beschäftigt. Du musst dafür weder dein Thema perfekt formulieren noch wissen, woher es kommt.
Gemeinsam schauen wir, was du im Moment wahrnimmst – Gedanken, Gefühle oder Körperempfindungen – und ob Tapping dafür gerade ein stimmiger Zugang ist.
Ich begleite dich durch den Prozess und zeige dir die Klopfpunkte. Dabei bleiben wir immer wieder im Kontakt damit, wie es dir gerade geht. Wir können langsamer werden, innehalten, etwas verändern oder jederzeit ganz aufhören.
Du gibst das Tempo vor.
Tapping ist dabei kein festes Programm, das wir abarbeiten.
Es kann Teil meiner traumasensiblen Prozessbegleitung sein – oder gezielt im Mittelpunkt einer Session stehen.
Organisatorisches ganz kurz
Eine Session dauert 90 Minuten und findet online via Zoom statt.
Du kannst mit einer einzelnen Session starten oder dich über mehrere Termine begleiten lassen. Auch wenn du gezielt wegen Tapping zu mir kommst, bleibt Raum für das, was sich während unserer gemeinsamen Arbeit zeigt.
Kosten & Möglichkeiten ansehen →
Vielleicht möchtest du schauen, ob Tapping für dich gerade stimmig ist.
Schreib mir kurz, was dich gerade bewegt und dass du dir Tapping als möglichen Schwerpunkt wünschst. Du musst dein Anliegen noch nicht genau formulieren.
