MEIN WEG

Warum ich heute so begleite,
wie ich begleite.



Lange dachte ich, ich müsste
einfach besser funktionieren.

Eigentlich wollte ich meine Geschichte mit dem Moment beginnen, in dem ich zum ersten Mal Mama wurde.
Aber wenn ich ehrlich bin, begann sie viel früher.

Als Jugendliche auf einer Mädchenschule lernte ich früh, mich zu vergleichen. Da waren so viele Mädchen, die ich hübscher, dünner, klüger fand – und ich? Ich hatte das Gefühl, nichts davon zu sein.

Also zeigte ich vor allem die Seite von mir, von der ich glaubte, dass sie richtig war: angepasst, leistungsbereit, unauffällig. Was wirklich in mir vorging, zeigte ich kaum jemandem.

In der Pubertät entwickelte ich eine Essstörung, die mich viele Jahre begleiten sollte.

Von außen sah vieles normal aus.
In mir war ich oft mehr am Überleben als am Leben.

Ich konnte viel tragen.
Nur mich selbst immer weniger.

Nach der Schule wurde ich Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin. Ich liebte meinen Beruf – und gleichzeitig passte er perfekt zu dem, was ich längst gut konnte: für andere da sein, Verantwortung übernehmen, funktionieren.

Ich lernte, bildete mich weiter, wurde Stillberaterin und sammelte Wissen. Viel Wissen. Denn Wissen gab mir Sicherheit. Wenn ich nur genug verstand, genug wusste und alles richtig machte, dann – so glaubte ich – müsste sich doch irgendwann auch in mir alles richtig anfühlen.

Doch dieser Wunsch blieb.

Der Wunsch nach etwas, das mich wirklich erfüllt. Nach einem Leben, das sich nicht nur von außen richtig anfühlt, sondern auch in mir.

Lange glaubte ich, eine eigene Familie würde diese Lücke füllen. Ich wünschte mir nichts sehnlicher, als Mama zu werden.

Und als dieser Wunsch Wirklichkeit wurde, liebte ich mein Kind unendlich.

Aber ich verlor mich selbst
immer mehr aus dem Blick.

Ich hatte alles, was ich mir gewünscht hatte.
Und trotzdem fehlte etwas.

Mama zu sein war etwas, das ich mir von Herzen gewünscht hatte. Und trotzdem musste ich irgendwann erkennen: Auch die Erfüllung dieses großen Wunsches konnte die Leere in mir nicht füllen.

Ich liebte meine Familie – und gleichzeitig war da diese Leere. Diese Unruhe. Das Gefühl, dass doch noch mehr da sein müsste.

Also tat ich zunächst das, was ich immer getan hatte: Ich suchte nach Antworten.

Ich las Bücher, machte Coachings und Fortbildungen, beschäftigte mich mit Persönlichkeitsentwicklung und begann, meine eigenen Muster und Prägungen zu hinterfragen.

Ich verstand immer mehr. Über meine Geschichte. Über meine Reaktionen. Darüber, warum ich geworden war, wie ich war.

Und trotzdem blieb da eine Frage:

Wer bin ich eigentlich unter all dem?

Nicht als Mama. Nicht als Ehefrau. Nicht in meinem Beruf. Nicht als diejenige, die funktioniert, sich kümmert oder versucht, alles richtig zu machen.

Einfach ich.

Diese Frage hat etwas in Bewegung gebracht.

Ich suchte nicht länger danach,
wie ich sein sollte.
Ich begann herauszufinden, wer ich bin.

Unter all den Schichten
war ich immer noch da.

Je mehr ich mich mit mir selbst beschäftigte, desto deutlicher wurde mir, wie vieles von dem, was ich für meine Persönlichkeit gehalten hatte, irgendwann entstanden war.

Überzeugungen. Erwartungen. Rollen. Strategien, die einmal wichtig gewesen waren. Und die leise Vorstellung davon, wie ich sein müsste, um richtig zu sein, dazuzugehören oder geliebt zu werden.

Ich begann, meine eigene Geschichte mit anderen Augen zu betrachten. Nicht mehr mit der Frage: „Was stimmt nicht mit mir?“ Sondern immer öfter mit: „Warum ergibt es Sinn, dass ich so geworden bin?“

Human Design wurde dabei für mich zu einem wertvollen Werkzeug. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, meine Individualität auf eine ganz andere Weise sehen zu können – nicht als etwas, das verändert werden musste, sondern als etwas, das ich kennenlernen durfte.

Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass Verstehen allein nicht alles verändert.

Manche Muster kannte ich längst. Ich wusste, woher sie kamen. Ich konnte sie erklären – und reagierte trotzdem immer wieder genauso.

Also begann meine Reise tiefer zu gehen: weg vom reinen Verstehen im Kopf und hin zu dem, was mein Körper, mein Nervensystem und meine inneren Anteile längst mit sich trugen.

Tapping, Anteilearbeit und eine traumasensible Sichtweise wurden Teil meines eigenen Weges. Nicht, um Vergangenes auszulöschen. Sondern um mir selbst und meiner Geschichte mit immer mehr Verständnis und Mitgefühl begegnen zu können.

Ich hatte gelernt, mich zu verstehen.
Jetzt musste ich lernen, meinem Körper zuzuhören.

Mein Körper war nicht das Problem.
Er versuchte, mir etwas zu sagen.

Lange hatte ich meinen Körper vor allem danach beurteilt, ob er funktionierte.

Dabei hatte er über Jahre unglaublich viel geleistet und getragen: eine lange Essstörung, Schwangerschaften, Geburten, Stillzeiten, wenig Erholung – und immer wieder Phasen, in denen ich über meine eigenen Grenzen gegangen war.

Irgendwann wurde mir klar: Ich hatte so viel Zeit damit verbracht, meine Gedanken, Muster und meine Geschichte zu verstehen. Aber kaum jemand hatte mir beigebracht, meinen Körper mit derselben Aufmerksamkeit zu betrachten.

Was braucht er eigentlich, um gut versorgt zu sein?

Ich begann, mich intensiver mit Ernährung, Nährstoffversorgung und den körperlichen Grundlagen von Gesundheit auseinanderzusetzen. Und plötzlich bekam „ganzheitlich“ für mich noch einmal eine völlig neue Bedeutung.

Denn Körper und Seele existieren nicht getrennt voneinander. Schlaf, Stress, Ernährung, Bewegung und unsere Versorgung beeinflussen, wie belastbar und wohl wir uns fühlen können – genauso wie unsere Erfahrungen, Beziehungen und Lebensumstände Spuren in uns hinterlassen.

Für mich bedeutete das eine wichtige Erkenntnis: Nicht jedes Symptom ist eine Botschaft, die ich psychologisch entschlüsseln muss. Und nicht jedes innere Tief lässt sich einfach „wegdenken“.

Manchmal braucht es innere Arbeit. Manchmal braucht der Körper Aufmerksamkeit und eine fachliche Abklärung. Und oft lohnt es sich, beides gemeinsam im Blick zu behalten.

Heute gehört diese körperliche Ebene deshalb selbstverständlich zu meinem Blick auf Gesundheit.

Nicht als nächstes Optimierungsprojekt. Nicht mit dem Anspruch, für jedes Problem eine einfache Antwort zu haben. Sondern mit Neugier auf die Frage: Was braucht dieser eine Mensch – körperlich, emotional und in seinem Leben gerade wirklich?

Ganzheitlich bedeutet für mich heute:
den Menschen nicht in Körper und Seele zu teilen.

Aus meinem Weg
ist meine Haltung entstanden.

Heute weiß ich: Kein Mensch lässt sich auf eine Methode, ein Symptom oder eine Geschichte reduzieren.

Wir sind geprägt von dem, was wir erlebt haben. Von Beziehungen, Erwartungen und Erfahrungen. Und gleichzeitig bringen wir etwas ganz Eigenes mit – eine Individualität, die nicht optimiert werden muss, sondern gesehen werden darf.

Genau so möchte ich auch begleiten.

Ich möchte verstehen, wer du bist und was dich geprägt hat. Was dein Körper braucht. Wo du dich vielleicht irgendwann selbst aus dem Blick verloren hast – und was dir helfen kann, wieder mehr bei dir anzukommen.

Dabei gibt es für mich nicht den einen richtigen Weg und auch nicht das eine Werkzeug für alle. Human Design kann sichtbar machen. Tapping und Anteilearbeit können Prozesse begleiten. Wissen über Körper und Gesundheit kann neue Zusammenhänge eröffnen.

Aber kein Werkzeug steht über dem Menschen, der vor mir sitzt.

Deshalb bilden heute drei Dinge die Grundlage meiner Arbeit: Verbindung, Seelengesundheit und Körperweisheit.

Nicht als voneinander getrennte Bereiche. Sondern als verschiedene Seiten eines Menschen, der immer als Ganzes betrachtet werden darf.

Ich bin weder perfekt noch „fertig“.
Und das ist gut so.

Ich werde wohl nie aufhören, mich selbst zu erforschen, Fragen zu stellen und Neues zu lernen.

Nicht, weil ich irgendwann eine bessere Version meiner selbst werden möchte. Sondern weil ich neugierig darauf bin, was das Leben noch in mir bewegen darf.

Ich darf mich verändern. Wachsen. Neue Seiten an mir entdecken. Und dabei immer mehr bei mir selbst ankommen.

Vielleicht ist genau das für mich heute die schönste Form von Entwicklung.

Was ich mitbringe

Mein eigener Weg ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit – aber er ist nicht ihre einzige Grundlage. Seit meiner Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin habe ich mich kontinuierlich weitergebildet und dabei immer wieder neue Perspektiven auf Gesundheit, Entwicklung und das Menschsein kennengelernt.

Körperwissen
& Gesundheit

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin
Fachweiterbildung Pädiatrische Intensivpflege (DKG)
Still- und Laktationsberaterin IBCLC
Entwicklungsfördernde Neonatalbegleiterin
Langjährige Tätigkeit im Eltern-Baby-Zentrum einer Kinderklinik

Dieses medizinische und pflegerische Fundament prägt bis heute meinen Blick auf körperliche Zusammenhänge und darauf, Gesundheit nicht losgelöst vom restlichen Menschen zu betrachten.

Traumasensibilität
& Nervensystem

Ausbildung zum traumasensiblen Coach
NI Neurosystemische Integration® nach Verena König
Traumasensible Prozessbegleitung
Tapping
Fortlaufende Weiterbildung rund um Bindung, Regulation und körperorientierte Begleitung

Dieses Wissen hilft mir, innere Schutzmechanismen nicht als Hindernis zu betrachten, sondern ihre guten Gründe zu verstehen und Veränderung behutsam zu begleiten.

Human Design
& Individualität

Living Your Design
ABC
Cartography
Professional Training Level 1 (PTL1), laufend
Ausbildung bei Angelina Fabian

Human Design eröffnet mir eine zusätzliche Perspektive auf das, was einen Menschen ganz individuell ausmacht – ohne daraus eine weitere Schublade zu machen.

Ergänzt wird dieses Fundament durch zahlreiche weitere Fortbildungen unter anderem zu Bindung, Stillen, Schlaf, Ernährung, Entspannung und körperorientierter Begleitung.

Und wie sieht
dein Weg aus?

Du musst nicht denselben Weg gegangen sein wie ich. Mich interessiert, was dich geprägt hat – und wer du darunter bist.

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